Teil 2:„Ein Satz im Park… und alles, was Marcus über seine Familie wusste, zerbrach.“

„Ein Satz im Park… und alles, was Marcus über seine Familie wusste, zerbrach.“

Der Park wirkte ruhig. Zu ruhig.
Wind bewegte sanft die Blätter. Vögel sangen, als gäbe es keine Wahrheit, die gleich alles zerstören würde.

Marcus saß auf der Bank.
Neben ihm Lila—klein, still, ihre Finger fest um den weißen Stock geschlossen.

Dann—

ein dumpfer Schlag.

Ein Sack fiel auf den Boden.

Die Kamera zuckte leicht, als der barfüßige Junge näher trat. Seine Stimme schnitt scharf durch die Luft—kalt, sicher.

„Sie ist nicht blind.“

Stille.

Sofort.

Marcus drehte sich, die Stirn angespannt.

„Was?“

Lila neigte leicht den Kopf, unsicher, leise.

„Papa… wer ist da?“

Die Sekunden dehnten sich.

Dann—

ein harter Kameraschwenk zum Jungen.

Er bewegte sich nicht.

„Jemand tut ihr das an.“

Die Worte fielen schwer. Zu schwer für einen Zufall.

Im Hintergrund—

Schritte.
Schnell. Hektisch. Näher kommend.

Die Kamera drückte näher an das Gesicht des Jungen.

Seine Augen. Ruhig. Unerschütterlich.

„Deine Frau.“

Etwas brach in der Luft.

Nicht langsam—
sofort.

Ein dumpfer Herzschlag setzte ein.

Marcus erstarrte.

Dann—

eine Stimme—laut, panisch—schnitt durch alles.

„Marcus—hör nicht auf ihn—!“

Die Kamera riss herum—

Eine Frau rannte auf sie zu.
Zu schnell.
Zu verzweifelt.

Der Moment spannte sich bis zum Zerreißen—

—und fiel in tiefes Schwarz.

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