Teil 2: „Wer hat sie hier gelassen?!“

Goldenes Abendlicht tauchte den Garten der luxuriösen Villa in warmes Licht, während sanfte Klaviermusik zwischen Marmorstatuen und leuchtenden Springbrunnen widerhallte. Kostbare Gäste standen still unter den Laternen und lauschten dem blinden Jungen, der allein im Garten am Flügel spielte. Ein warmer Wind wehte sanft durch die Bäume. Die Atmosphäre war friedlich. Elegant. Unnahbar.

Dann plötzlich –

⚡ Der Klavierton verstummte abrupt.

Stille legte sich augenblicklich über den Garten.

Die Kamera schwenkte ruckartig auf ein barfüßiges, obdachloses Mädchen, das wie aus dem Nichts neben dem Klavier stand. Ihr schmutziges Kleid wehte sanft im Wind, während ihr ruhiger Blick den blinden Jungen fixierte.

Extreme Nahaufnahme ihres Gesichts.

„Deine Augen sind nicht blind … etwas lebt in ihnen.“

Ein tiefes, dunkles Summen erhob sich langsam aus der Stille.

Der Milliardärsvater sprang neben dem Esstisch auf.

„Wer hat sie hier gelassen?!“

Sicherheitsleute stürmten sofort durch den Garten.

Die Kamera zoomte aggressiv auf das Gesicht des blinden Jungen, dessen Atmung sich plötzlich veränderte. Seine Finger zitterten auf den Klaviertasten.

Das obdachlose Mädchen kniete langsam neben ihm nieder.

„…was meinst du damit?“, flüsterte er zitternd.

Die Wachen kamen näher –

Doch plötzlich hob der Junge seine zitternde Hand nach ihnen.

„Wartet…“

⚡ EXTREME NAHAUFNAHME.

Das kleine Mädchen zog sanft sein unteres Augenlid herunter, während unter dem angespannten Summen langsam sein Herzschlag zu pochen begann.

Ihr Gesichtsausdruck verfinsterte sich augenblicklich.

„Es versteckt sich.“, flüsterte sie.

Der Vater geriet sofort in Panik.

„Weg von ihm. SOFORT!“

Zu spät.

⚡ Mit einer langsamen, grauenhaften Bewegung –

zog das Mädchen ein langes, schwarzes, parasitenartiges Wesen aus dem Auge des Jungen.

Nass. Sich windend. Lebendig.

Der Vater taumelte entsetzt zurück.

Die Sicherheitsleute erstarrten.

Das Wesen wand sich heftig zwischen den Fingern des Mädchens im goldenen Licht des Sonnenuntergangs, während ein schriller, hoher Ton die Stille durchbrach.

Dann plötzlich –

Der blinde Junge keuchte heftig auf.

Zum ersten Mal seit Jahren –

reflektierte Licht natürlich in seinen Augen.

Sofort füllten sich seine Augen mit Tränen.

Ungläubig starrte er nach vorn.

„…Papa… ich kann dich sehen…“, flüsterte er leise und schluchzte.

Das Gesicht des Vaters verzerrte sich vor Schmerz, Tränen strömten ihm in die Augen. Langsam ging er mit zitternden Händen auf seinen Sohn zu –

Doch plötzlich blickte das obdachlose Mädchen auf das schwarze Wesen hinab, das sich noch immer in ihren Fingern wand.

Ihr Gesichtsausdruck verriet Entsetzen.

„…da ist noch eins.“

⚡ SCHARFER SCHNITT.

Massiver, cineastischer Bass.

Teil 2 in den Kommentaren.

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